Reinigungsaktion 2010
an den Großen Steinen von Kleinenkneten, an den Hohen Steinen und am Heidenopfertisch


Reinigungsaktion an den Großen Steinen von Kleinenkneten

Am Samstag, den 15.5.2010, hat der Förderverein Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen (UZW) eine ehrenamtliche Reinigungsaktion an den Großen Steinen von Kleinenkneten durchgeführt.
In den vergangenen Jahren hatte sich der Heimatverein Düngstrup um die Pflege von vorgeschichtlichen Denkmälern in der Umgebung von Wildeshausen gekümmert. In 2009 war dieser Verein mit der Bitte an den Förderverein herangetreten, diese Aufgabe zu übernehmen. Da derartige Aktionen das eigentliche Ziel des Fördervereins wunderbar ergänzen, hat der Vorstand dem gerne zugestimmt.

Die Großen Steinen von Kleinenkneten machten inzwischen einen recht verwahrlosten Eindruck, bzw. durch Baumbewuchs auf dem Hügel drohte dem Hünenbett I substanzieller Schaden (siehe Foto vom Aug. 2009 links).

Am 15.5. fanden sich ab 9:00 Uhr 11 Erwachsene und 3 Kinder ein, die mit so hohem Eifer zur Sache gingen, dass kurz nach 11 Uhr schon alle Arbeiten abgeschlossen waren. Jeder hatte geeignete Gartengeräte und Handschuhe mitgebracht, und obwohl am 15.5. die kalte Sophie für recht kühles Wetter sorgte, hat wohl keiner gefroren.
Die Aktion war von mir koordiniert und mit dem Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege (NLD) und dem Forstamt abgestimmt worden.

Die Bilder unten zeigen zum einen die Vereinsmitglieder bei der Arbeit, und zum anderen die aufgeräumten drei Großsteingräber, die in Kleinenkneten ganz nah beieinander liegen.


ehrenamtlich voll im Einsatz


links: der Bewuchs oben auf dem Hügel des Hünenbettes I unmittelbar vor der Aktion und
oben: das gereinigte Ende des Hünenbettes I


Das kleine Grab vom Wellohsberg drohte von Himbeeren
überwuchert zu werden (links). Jetzt ist es wieder frei von
Bewuchs (oben).

 


Hünenbett 2 wieder ganz sauber

--> Artikel in der NWZ vom 18.5.10
--> mehr zu den Großen Steinen von Kleinenkneten


Reinigungsaktion an den Hohen Steinen von Wildeshausen

Am 10.7.2010 habe ich mit dem Förderverein UZW zum zweiten Mal für Ordnung gesorgt, d.h. wir haben bei wirklich extremen Sommertemperaturen vormittags am Großsteingrab Hohe Steine an der B 213 aufgeräumt. Die Hohen Steine sind ein schönes Beispiel für ein Ganggrab mit fast intakter Umfassung. Diese Umfassungssteine waren zum größten Teil von Brombeergebüsch überwuchert, so dass sie kaum noch zu sehen waren. Diesen Wildwuchs haben wir zurückgeschnitten, und auch ansonsten dem eindrucksvollen Megalithgrab mehr Raum gegeben.

Das Foto oben beweist, dass nicht einmal die eingesetzten Arbeitsgeräte den hohen Temperaturen (über 30 °C) widerstehen konnten. Aber die Helfer vom UZW haben durchgehalten und die Megalithanlage wieder in einen vorzeigbaren Zustand versetzt; insbesondere, weil interessierte Besucher nun endlich wieder alle Umfassungssteine der Anlage sehen können. Den Erfolg unserer Aktion kann man auch auf den Fotos unten erkennen:

vorher

nachher

Artikel in der Wildeshauser Zeitung vom 12.7.2010
Artikel in der Nordwest-Zeitung vom 13.7.2010
--> mehr Info zu den Hohen Steinen auf www.steinzeugen.de


Reinigung des Heidenopfertisches bei Engelmannsbäke

Aller guten Dinge sind drei, und so fand am 29.7.10 eine dritte von mir organisierte Aufräumaktion des Fördervereins UZW am wohl meistfotografierten Großsteingrab Nordwestdeutschlands, dem Heidenopfertisch, statt. Auch hier ging es im Wesentlichen darum, den Wildwuchs im unmittelbaren Grabbereich zu entfernen, der aus Faulkirschen, kleinen Tannen, Ebereschen und Himbeeren bestand. Diesmal kam soviel Grünabfall zusammen, dass wir ihn außerhalb des eigentlichen Grabes lagern mussten, damit das Forstamt ihn später abfahren konnte.



Fotos oben: Die Anlage vor und nach der Aktion

Foto links: Die Grünabfälle warten auf ihre Abholung. 

Artikel in der Oldenburgischen Volkszeitung vom 30.7.2010
--> mehr Info zum Heidenopfertisch auf www.steinzeugen.de


Wer interesse hat, dem Förderverein Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen (UZW) beizutreten, kann mich gerne ansprechen. Weitere Informationen zum Verein auf www.urgeschichte-wildeshausen.de


An dieser Stelle muss auch einmal das Forstamt Ahlhorn lobend erwähnt werden. Dessen Mitarbeiter sorgen durch regelmäßige Aktionen dafür, dass auch im Umfeld der Großsteingräber, die in der Obhut des Forstamtes sind*, Gebüsch und Bäume zurückgeschnitten werden, damit die Grabanlagen gut einzusehen und verkehrssicher sind. In 2010 sind solche Aktionen an den Großsteingräbern Ahlhorner Kellersteine, Mühlensteine, Schmersteine, Bakenhus und Glaner Braut durchgeführt worden.

(* Alle im 19. Jahrhundert vom Herzogtum Oldenburg aufgekauften Großsteingräber sind heute überwiegend noch in Staatsbesitz. Die Forstämter haben die Ausischtspflicht.)


Text und Fotos: B. Rothmann
Seite zuletzt geändert am 6.7.12