Rettungsgrabung an einer eisenzeitlichen Siedlungsstelle in Kneheim 2015

Wegen der Planung des Baues einer neuen Stallanlage war im Frühjahr 2015 in Kneheim prospektiert worden, wobei sich eine relativ hohe Funddichte ergeben hatte. Wegen des chronischen Personalmangels beim zuständigen Landesamt für Denkmalpflege war ich gebeten worden, ob ich nicht einige Tage auf der Grabung aushelfen könnte. Und so habe ich Anfang Juni ein paar Tage in dem dortigen "großen Sandkasten gebuddelt".
Gefunden wurden mindestens zwei Hausgrundrisse und zahlreiche Keramikscherben, die nun ausgewertet werden müssen. Es ist aber anzunehmen, dass die Funde aus dem 2. oder 3. Jahrhundert nach Christus stammen. D.h. zu dieser Zeit wurde in Kneheim schon gesiedelt.


Typisches Gerät auf einer relativ kleinen Grabung


links: ein freigelegter Scherbenhaufen,  rechts: ein sog. Profil, mit dem Tiefe und Form der Pfostengruben des Hauses ermittelt wurden.


links: "Putzen" des Profils,   rechts: ein kleiner Hund kämpft mit der roten Schaufel.

 (Fotos: B. Rothmann)


zuletzt geändert am 8.6.2015